Das Hofbräuhaus in München
Im Herzen der Münchner Altstadt liegt das Hofbräuhaus, einzig aus dem Grund erbaut um mit der Produktion von Braunbier die Einnahmen des Wittelsbacher Hofes zu steigern. Zuvor wurde das benötigte Bier teuer aus anderen Brauereien eingekauft, zum Beispiel aus Sachsen und Einbeck. 1607 fertiggestellt wurde im Jahr darauf bereits Braunbier sowie Weißbier gebraut. Das erste Bockbier wurde 1612 hergestellt und zwar von einem Braumeister, der aus Einbeck abgeworben wurde. Bis 1810 war das Brauen von Bockbier in Bayern allein dem Hofbräuhaus vorbehalten. Diese Einnahmequelle erwies sich als überaus lukrativ. Zeitweise wurden 30 bis 50% von Bayerns Staatseinnahmen aus dem Bierverkauf bestritten.
Ab 1828 war den Schankleuten erlaubt, Bier auch an die normale Bevölkerung auszuschenken. 1896 wurde zum letzten Mal Bier im Hofbräuhaus gebraut, danach wurde die Produktion in die neue Brauerei in Haidhausen verlegt, wo sie heute noch ansässig ist. Das alte Hofbräuhaus wurde daraufhin teilweise abgerissen und neu erbaut. In Form und Aussehen glich es schon dem heutigen Gebäude. Der Um- und Neubau kostete 819000 Goldmark. Im September 1897 erfolgte die Neueröffnung.
1945 wurde der Bau mit einem Großteil Münchens völlig zerstört. Die Rekonstruktion begann gleich nach Kriegsende und die Neueröffnung erfolgte 1958. Seitdem werden dort wieder Weißbier, Braunbier und Bockbier vertrieben.
Das Hofbräuhaus heute
Heute ist das Hofbräuhaus ein Touristenmagnet in der bayrischen Hauptstadt. Jeder Tourist will sich rühmen, einmal im Hofbräuhaus gewesen zu sein, ob er nun aus Fernost kommt oder aus Amerika. 1300 Besucher finden Platz in der großen Halle. Ein großzügiger Biergarten schließt sich im ruhigen Innenhof an. Insgesamt können 3000 Besucher gleichzeitig bewirtet werden. Qualitativ hochwertiges Essen, bayrische Spezialitäten, Vegetarisches und hausgemachte Wurstspezialitäten locken aber nicht nur die Touristen, sondern das Hofbräuhaus ist auch ein beliebter Treffpunkt für die Münchner Bevölkerung. Die so erwirtschafteten Einnahmen bewegen sich in zweistelliger Millionenhöhe.







